EnergieberaterEnergieberatung Elbmarsch

TAN Wartungsprogramm

Wartung

Öl ist das wichtigste Betriebsmittel eines Druckluftkompressors. Seine Eigenschaften beeinflussen erheblich die Lebensdauer und die Zuverlässigkeit eines Kompressors. Bei mechanischen Schäden ist ungeeignetes oder zu altes Öl hauptverantwortlich bei den Ausfall - Ursachen.

Ein wichtiger Parameter ist der sogenannte TAN-Wert, die Total Acid Number. Diese gibt die Anzahl der verschiedenen Säuren an, die im Öl enthalten sind. Steigt dieser Wert über 2.0, muss das Öl schleunigst getauscht werden.

Mit diesem Wissen im Hintergrund ist eine Vermeidung teurer Schäden am Kompressor gar nicht mehr so aufwendig:

1.) Öl - Austauschintervalle einhalten

Nach Herstellerangaben soll das Öl nach ungefähr 8000 Betriebsstunden ausgetauscht werden. Dieses Intervall sollten Sie unbedingt in Ihrer Dokumentation nachschlagen. Notieren Sie den nächsten fälligen Ölwechsel in Sichtweite des Betriebsstunden - Zählers des Kompressors. Ihr Kompressor hat keinen? Kein Problem, so etwas lässt sich kostengünstig Nachrüsten. Übernehmen Sie die Kontrolle in Ihren internen Wartungsplan.

2.) Halten Sie den Kompressor im normalen Arbeitsbereich

Bei einer einzigen kurzfristigen Überhitzung von nur 10°C kann sich die Lebensdauer des Öls auf die Hälfte reduziert. Aus z.B. 8000 h werden nur noch 4000 Betriebsstunden. Bei einer Überhitzung um 20°C reduziert sich die Lebensdauer des Öls auf rund ein Viertel.

Überhitzungen sind also auf jeden Fall zu vermeiden. Demzufolge muss also in gewissen Abständen das Lastverhalten gerade zu Spitzenzeiten geprüft werden. Mit Min/Max-Thermometern oder temperaturempfindlichen Aufklebern können Temperatur - Überschreitungen kostengünstig überwacht werden.

3.) Reguläre TAN Analysen

Es gibt viele Faktoren die einem Öl zusetzen können. Eine Aussage über den Zustand des Öls lässt sich nur über Analysen in Erfahrung bringen. Wir bieten eine mobile Messung der TAN an, in der Sie in sinnvollen Abständen prüfen können, ob Ihre Wartungsmaßnahmen ausreichend sind. Lohnen tut sich dies allemal, denn ein einziger Ausfall des Kompressors dürfte weitaus kostenaufwendiger sein als eine regelmäßige TAN Analyse.

4.) Führen Sie den Ölwechsel nach Herstellerangaben aus.

Ölrückstände müssen bei einem Ölwechsel vollständig entfernt werden, da die Säuren aus dem Altöl das neue Öl verunreinigen. Oft wird aber nur das alte Öl abgelassen und der Kompressor wird dann gleich neu befüllt. Insbesondere bei älteren Geräten ist diese Vorgehensweise nicht angebracht.

Manche Hersteller bieten sogenannte Temperatur-aktivierte Reiniger an, die im Betrieb kurz vor dem Ölwechsel zugefügt werden. Schmutz und Schlamm werden verflüssigt und können leichter ausgespült werden.