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Lastmanagement

Lastmanagement

Ein Lastmanagement versucht die Bereitstellungskosten für Energie zu reduzieren. Unter einem Lastmanagement versteht man dabei zunächst die Analyse Ihres Strom- oder Gasverbrauches. Es werden dann Maßnahmen ausgewählt, die die Spitzenlasten begrenzen und damit wirkungsvoll Kosten reduziert.

Mit Hilfe eines Lastmanagements ist es möglich, die vom Versorger bezogene Energie zu begrenzen, ohne dabei Betriebsabläufe zu beeinträchtigen. Dadurch können wirkungsvoll Kosten eingespart werden, ohne dass sich die bezogene Energiemenge verändert.

Maßnahmen zum Lastmanagement können außerdem recht kostengünstig umgesetzt werden, so dass eine schnelle Amortisation erreicht werden kann.

Bei anstehenden Expansionen kann ein Lastmanagement ganz besondere Stärken ausspielen. So können oftmals kostenintensive Umbauten an Transformatoren, Mess- und Leitungssystemen vermieden werden.

Wie funktioniert ein Lastmanagement?

Durch ein Lastmanagement werden Strom- oder Gasverbraucher derart zu- oder abgeschaltet, dass ein deutlich reduzierter Spitzenwert der Abnahme von Strom- oder Gas eingehalten wird. Dabei wird die Produktion in keiner Weise eingeschränkt, da bei Bedarf nur solche Verbraucher abgeschaltet werden, die problemlos ihre Energie später beziehen können.

Während in größeren Unternehmen durchweg automatisierte Lastmanagementsysteme zur Anwendung kommen, können in kleinen und mittleren Unternehmen halbautomatische Systeme oder auch nur angepasste Produktionsrichtlinien erfolgreich sein.

Durch die reduzierte Spitzenlast kann der Leistungspreis im Strom- oder Gasvertrag dann deutlich günstiger ausgehandelt werden.

Wie setzt sich meine Strom- oder Gasrechnung zusammen?

Eine Strom- oder Gasrechnung setzt sich aus dem Arbeitspreis und dem Grundpreis zusammen. Dabei entspricht der Arbeitspreis der tatsächlich abgenommene Strom- oder Gasmenge. Zusätzlich zahlen Sie einen Grundpreis, der sich je nach Tarif aus dem Bereitstellungspreis, dem Verrechnungspreis und dem Leistungspreis zusammensetzt.

Der Bereitstellungspreis und der Verrechnungspreis sind abhängig von Ihrem gewählten Tarif und enthalten nur statische Preisanteile. Ein Großteil dieser Kosten fließt in Steuern und Verwaltung, so dass auch seitens der Versorger an dieser Stelle wenig Spielraum besteht.

Der Leistungspreis wird von Ihrem Versorger anhand Ihrer absolute Strom-Spitzenlast bestimmt. Tatsächlich ist Ihr Versorger gesetzlich verpflichtet, eine der vereinbarten Spitzenlast entsprechende Strommenge auf Abruf vorzuhalten. Je höher Sie also Ihre maximal mögliche "Abrufmenge" vereinbaren, desto höher der Leistungspreis.

PreisanteilBeinhaltetWird reduziert durch
ArbeitspreisGelieferte Energiemengealle Energiesparmaßnahmen
VerrechnungspreisSteuern sowie Mess-, Steuer- und Schalteinrichtungen
BereitstellungspreisSonstige Kosten für die Bereitstellung
LeistungspreisEnergie SpitzenabnahmeLastmanagement
TrafomieteEnergie SpitzenabnahmeLastmanagement (bedingt)
BlindmehrarbeitBlindstrom-AnteilBlindleistungskompensation

Wie sieht das mein Stromversorger ?

Eine Reduktion Ihrer Spitzenlast bedeutet für Sie als Kunde, aber auch für Ihren Versorger eine Einsparung. Deshalb kooperieren die meisten Versorger.

Wie entstehen Lastspitzen ?

Eine hohe Spitzenlast kann entstehen, wenn mehrere Geräte zeitgleich anlaufen. Hierzu zählen Heizungen als auch elektrische Motore wie Antriebe, Kompressoren, Pumpen oder Kühlaggregate.

Lastspitzen treten typischerweise nach Arbeitsbeginn, nach der Mittagspause oder nach Schichtwechsel auf.

Vom Versorger können aber auch Aufschläge für eine zu hohe Blindlast verlangt werden. In diesem Fall ist eine Kompensation der Blindlast notwendig. Derartige Anlagen benötigen wertvollen Platz und sind kostenintensiv. Durch ein Lastmanagement kann bei geschickter Auslegung die Größe der notwendigen Blindlastkompensation merklich reduziert werden.

Was sind die Maßnahmen ?

Oft können schon geringfügige Änderung in der Maschinenbedienung die Spitzenlast merklich reduzieren. Gerade im produzierenden Gewerbe hängt die Spitzenlast merklich vom Faktor Mensch ab.

Aber auch eine automatische Lastabwurfsteuerung kann in vielen Fällen kostengünstig installiert werden und spart dann jeden Monat bares Geld. In manchen Fällen kommen auch intelligente Lastverteilungssysteme in Betracht, siehe unten.

Vom Bäcker über Wäschereien, vom CNC-Auftragsbetrieben bis zum industriellen Hersteller lassen sich erstaunlich einfache Lösungen finden, die den Produktionsbetrieb nicht stören, Kosten sparen helfen und oft noch weitere positive Nebeneffekte mit sich bringen.

Ob eine Maßnahme sich dann aber auch rechnet, dazu sollten Sie einen Experten fragen.

Was bringt Lastmanagement denn noch ?

Neben Einsparungen auf Ihrer Stromrechnung bringt ein Lastmanagment aber auch weitere Vorteile:

  • Einsparung von neuen Einspeisungen oder Transformatoren nach Expansion
  • Sicherer Betrieb stromintensiver Geräte ohne Sicherungs- oder Netzausfall
  • Höhere Lebensdauer elektrischer Hochleistungskomponenten wie Trafos und Verteiler
  • Optimierung der Blindlast möglich