EnergieberaterEnergieberatung Elbmarsch

Trittschalldämmung

Eine ungenügenden Trittschalldämmung kann viel Ärger mit dem Nachbarn erzeugen. Dabei sind nachträgliche bauliche Maßnahmen zur Vermeidung von Trittschall aufwendig und teuer. Vielleicht helfen unsere Tipps weiter, wie Sie mit einfachen Mitteln Ihr Verhältnis zu Ihrem Nachbarn verbessern können ohne gleich die gesamte Wohnung in eine Baustelle zu verwandeln.

Als erstes sollten Sie feststellen, welche Art von Geräuschen als störend empfunden werden. Häufig sind dies Laufgeräusche oder das Rücken von Tischen und Stühlen. Eine Schallübertragung geschieht üblicherweise durch den Fußboden, aber auch durch Lüftungsschächte in Badezimmern.

Aber schon durch einfache Maßnahmen kann der übertragene Trittschall vermindert werden. Die folgende Tabelle gibt die Minderung des Trittschalls in dB für verschiedene Maßnahmen an.

Maßnahme Verbesserung
Linoleum 2-3mm 7 dB
Weichfaser-Dämmplatte bis 8mm 15 dB
Filzpappe unter Bodenbelag 7 dB
Parkett aus Korkplatten 15 dB
Läufer aus grobmaschigen Kokosfasern 18 dB
Teppichboden bis zu 30 dB

Angaben ohne Gewähr

Im Regelfall kann also schon ein Läufer oder ein hochfloriger Teppich die Übertragung von Trittschall ausreichend reduzieren. Geeignete Unterlagen für Teppiche wie z.B. Rutschsperren können eine weitere Verbesserung erzielen. Unter Tischen und Stühlen können Puffer aus Filz angebracht werden. Existiert ein gemeinsamer Lüftungsschacht, können verschließbare Lüftungsöffnungen ein wenig weiterhelfen.

Im Rahmen von (vor-)gerichtlichen Auseinandersetzungen wird durch den Gutachter eine sogenannte "Messung des Norm-Trittschallpegels" vorgenommen. Dabei wird in der erzeugenden Wohnung mit einem normierten Hämmerwerk ein Laufgeräusch simuliert. In der betroffenen Wohnung wird dann der Schallpegel gemessen.