EnergieberaterEnergieberatung Elbmarsch

Glossar Energieausweise

Im Energieausweis werden zahlreiche neue Begriffe verwendet. In unserem Glossar finden Sie dazu nähere Erläuterungen.

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Beheizte Wohnfläche

Die Summe aller beheizten Grundflächen innerhalb der Wohnung ergibt die beheizte Wohnfläche. Keller, Dach, Abseiten und Zubehörräume werden nicht als beheizte Wohnfläche gerechnet. Das Berechnungsverfahren ist in der Wohnflächenverordnung (WoFlV) geregelt.

Bruttogrundfläche

auch: Konstruktionsgrundflächen - KGF

Die Summe aller Grundflächen inklusive aller aufgehenden Bauteile wie Wände ergibt die Bruttogrundfläche. Siehe auch Nettogrundfläche.

Energieausweis

auch: Dena Energiepass, Energiepass für Wohngebäude im Bestand

Energieausweise bescheinigen eine energetische Bewertung eines Gebäudes. Ein Energieausweis muss u.a. für Neubauten sowie im Falle von Renovierungen, Umbauten, Mieter- und Eigentümerwechsel auch für Bestandsgebäude erstellt werden. Maßgeblich für den Energieausweis sind die geseztlichen Richtlinien der EnEV 2009 und ggfs. der EnEV 2007.

Energieeinsparverordnung - EnEV

Am 1. Februar 2002 wurde dieWärmeschutzverordnung (WSchV) und die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) auf Grundlage des Energieeinsparungsgesetz (EnEG) zur Energieeinsparverordnung (EnEV) zusammengeführt. Die Verordnung wurd in den Jahren 2004, 2007 und 2009 novelliert, u.a. um EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden umzusetzten. Für 2012 ist eine weitere Novellierung geplant.

Energiebedarfsausweis

auch: Bedarfssausweis, Energieausweis auf Grundlage des Energiebedarfs

Der Energiebedarfsausweis ist eine Varianten des Energieausweises. Beim Energiebedarfsausweis erfolgt die Bewertung des Gebäudes durch eine Betrachtung der Hüllfläche des Gebäudes, der Anlagentechnik, des Sonneneintrages sowie der Erfassung von Lüftungswärmeverlusten.

Es werden dabei Vergleichsgrößen erzeugt, die die energetische Qualität der Gebäudehülle bewertet. Dabei werden Endenergiebedarf, Primärenergiebedarf und CO2 - Emissionen des Gebäudes angegeben. Optional können Empfehlungen zur Modernisierung mit Vergleichswerten angegeben werden.

Energieverbrauchsausweis

auch: Energieausweis auf Grundlage des Energieverbrauchs, Verbrauchsausweis, verbrauchsorientierter Energieausweis, Energiepass

Der Energieverbrauchsausweis ist eine Varianten des Energieausweises. Der Energieverbrauchsausweis erfolgt auf Basis des Energieverbrauches von mindestens drei aufeinanderfolgenden Heizperioden. Berücksichtigt wird der Einfluss unterschiedlicher Witterung. Beim Energieverbrauchsausweis spielt das Nutzerverhalten eine wichtige Rolle, reduziert sich allerdings mit der Anzahl der vorhandenen Wohn-/Nutzungseinheiten im Gebäude.

Als Vergleichsgröße wird der Energieverbrauchskennwert angegeben. Modernisierungsempfehlungen können nur beispielhaft und ohne Vergleichswerte angegeben werden.

Energieverbrauchskennwert

Der Energieverbrauchskennwert gibt den gemessenen Endenergieverbrauch [kWh] eines Gebäudes pro Jahr und qm Fläche an. Bei Wohngebäude wird die Gebäudenutzfläche, bei Nichtwohngebäude die Nettogrundfläche für den Flächenbezug verwendet. Es wird der mittlere Energieverbrauch aus drei aufeinander folgenden Jahren verwendet, die Verbrauchsdaten werden entsprechend klimabereinigt. Der Energieverbrauchskennwert ist eine Vergleichsgröße beim Energieverbrauchsausweis.

Gebäudenutzfläche

Die Gebäudenutzfläche nach EnEV bezeichnet die Summe aller beheizten und nicht beheizten Grundflächen eines Gebäudes. Dabei schreibt die EnEV für den Energieausweis für Wohngebäude ein vereinfachtes Berechnungsverfahren vor, in dem die Gebäudenutzfläche aus dem beheizten Gebäudevolumen (Wohnfläche) abzuleiten ist. Der berechnete Wert ist ein standardisierter Mittelwert und stimmt nicht mit der tatsächlichen Gebäudenutzfläche überein.

Geschosshöhe

Die Geschosshöhe ist der Abstand zwischen der Oberkante eines Fußboden bis zur Oberkante des Fußbodens des darüberliegenden Geschosses. Die Geschossdecke ist in diesem Wert enthalten.

CO2 - Emission

Die CO2 - Emission zeigt die Menge an Kohlendioxid an, die jährlich pro m² Nutzfläche an die Atmosphäre abgegeben wird. Die Emission wird angegeben in kg/m²·a und wird nur im Energiebedarfsausweis ausgewiesen.

Endenergiebedarf

Der Endenergiebedarf im Energieausweis ergibt sich aus der Summe der innerhalb eines Jahres benötigten Energiemenge für Heizung, Lüftung, Kühlung, Trinkwassererwärmung inklusive der dafür benötigten Energiemengen für Nebenaggregate wie z.B. Pumpen. Berücksichtigt werden auch Abgas- und Wirkungsgradverluste sowie die deutschlandweit gemittelte Klimaverhältnisse nach Klimazonen.

Primärenergiebedarf

Der Primärenergiebedarf (EnEV: Qp) ergibt sich aus dem jährlichen Endenergiebedarf eines Gebäudes plus der Energie, die jährlich zur Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der Energieträgers außerhalb des Hauses erforderlich ist.

Modernisierungsempfehlungen

Die Modernisierungsempfehlungen sind abgestimmte Sanierungshinweise. Sie informieren den Eigentümer darüber, welche Maßnahmen die energetische Qualität eines Gebäudes verbessern können. Die Energieeinsparverordnung EnEV verlangt diese Empfehlungen sowohl im Energieverbrauchsausweis als auch im Energiebedarfsausweis. Dabei sind die Modernisierungsempfehlungen im Energiebedarfsausweis wesentlich aussagekräftiger, da hier eine echten Modellrechnung möglich ist. Die Empfehlungen dienen aber dennoch nur der Information und ersetzen keine Energieberatung.

Nettogrundfläche

Die Nettogrundfläche (auch: NGF) ist die Summe aller nutzbaren Grundflächen eines Gebäudes und wird als Flächenbezugsgröße bei Nichtwohngebäuden im Energieausweis verwendet. In der Nettogrundfläche sind Grundflächen aller Bauteile wie Wände etc. nicht enthalten. Siehe auch Bruttogrundfläche.

Nichtwohngebäude

Nichtwohngebäude sind alle Gebäude, die nicht in die Kategorie Wohngebäude fallen, also z.B. Lagerhäuser, Werkstätten, Büros oder Produktionsstätten. Siehe auch "Wohngebäude" weiter unten.

Spezifischer flächenbezogener Transmissionswärmeverlust HT'

Der Wert HT' bewertet die energetische Qualität der Gebäudehülle und wird angegeben in W/m2·K. Er gibt die Wärmemenge an, die bei einer Temperaturdifferenz von einem Kelvin durchschnittlich pro m² durch die Außenhaut des Gebäudes geht.

Wohngebäude

Wohngebäude sind ihrer Zweckbestimmung nach überwiegend dem Wohnen dienen, also auch Wohn-, Alten-, und Pflegeheime. Siehe auch EnEV §2.