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Häufige Fragen zur Thermografie

Thermografie

Hier haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten für Ihre Thermografie zusammengetragen. Bitte nehmen Sie sich einige Minuten Zeit, damit wir die bestmöglichste Qualität der Wärmebilder erreichen können.

Was muss ich 1-2 Tage vor der Aufnahme tun?

Etwa 24-48 Stunden vorher sollten Sie alle Räume gleichmäßig auf mindestens 18°C, besser 20°C heizen. Damit aussagekräftige Aufnahmen entstehen, muss die Gebäudehülle sich vollständig aufgeheizt haben.

Sollten Sie das Heizen zu spät begonnen oder sogar ganz vergessen haben, so verlieren die Wärmebilder an Aussagekraft. Schwachstellen können übersehen werden. Insbesondere wenn Sie erst 2-4 Stunden vorher das Heizen begonnen haben, können Fehlinterpretationen auftreten. In diesem Fall ist es besser gar nicht zu heizen oder die Messung ganz zu verschieben.

Aus bitterer Erfahrung wissen wir, dass auch ansonsten friedfertige Hunde absolut misstrauisch gegenüber Thermografen sind. Bitte schließen Sie Ihre Hunde für die Zeitdauer der Messung weg. Grundstücke mit freilaufendem Hund werden wir nicht betreten und die Anfahrt berechnen.

An der Fassade gelagerte Gegenstände wie Brennholz, Schränke oder Bewuchs wie Efeu machen eine Thermografie an dieser Stelle unmöglich.

Bitte informieren Sie alle Mieter und direkten Nachbarn, dass nachts eine Thermografie vorgenommen wird. Es dauert erfahrungsgemäß seine Zeit den Beamten der Polizei zu erklären, was man nachts auf fremden Grund mit einem auffälligem Gerät in der Hand zu erledigen hat.

Ich habe ein billigeres Angebot gefunden. Wo ist der Haken?

Fragen Sie nach Umfang und Art der Bilder. Oft sind in diesen Angeboten nur 2-3 Bilder enthalten, und diese oft auch nur von der Frontseite. Qualifizierte Innen- oder Detailaufnahmen von Heizungsrohren, Fußbodenheizungen oder Nischen werden Sie für diesen Preis nicht bekommen, denn der Thermograf muss dafür eine gehörige Portion Zeit mitbringen.

Gerade in Norddeutschland ist zweischaliges Mauerwerk üblich. Hier können Schäden nur durch den direkten Vergleich von Innen- und Außenaufnahmen entdeckt werden. Außenaufnahmen allein können irreführend sein.

Dazu finden sich oft auch noch Zusatzkosten für die Anfahrt oder die Überlassung der Bilder.

Für eine Inspektion Ihres Gebäudes benötigen Sie mehr als nur eine Wärmebildkamera. So ist es bei bestimmten Materialien immer ratsame, Kontrollmessungen der Oberflächentemperatur sowie eine Messungen der Feuchte vorzunehmen. Auch hier können Sie entsprechende Fragen stellen.

Auf jeden Fall sollten Sie ein neutrales Unternehmen beauftragen. Ansonsten kann eben schon das wirtschaftliche Interesse bestehen, Ihr Gebäude "schlechtzureden".

Der folgende Artikel zeigt Ihnen einige weitere wichtige Unterschiede zwischen "Billig"-Thermografie und der Beratung durch einen Thermografen. Mehr...

Ich habe ein teureres Angebot gefunden. Wo ist der Haken?

Hauptunterschied ist oft die Art der Berichterstattung. Günstiger ist es, wenn Sie lediglich Wärmebilder für eine eigene Einschätzung benötigen. Hier entfällt der Aufwand für eine nachträgliche Auswertung.

Wenn Sie eine Investitionsentscheidung begründen möchten, einen KfW Kredit beantragen oder gar die Thermografie im Rahmen eines Gerichtsstreites benötigen, dann sollten Sie immer einen Auswertungsbericht verlangen.

Die Auswertung selbst kann durchaus recht komplex und zeitaufwendig sein. So müssen zuerst systematische Messfehler durch eine Software berichtigt werden. Erst jetzt können Wärmebilder und Messungen miteinander verglichen und bauphysikalische Überlegungen angestellt werden.

Am sinnvollsten ist es deshalb, wenn der zuständige Energieberater die thermografische Messung selbst durchführt.

Wie muss ich bezahlen?

Sie können Bar, durch Überweisung oder auch Online mit Kreditkarte bezahlen. Sie erhalten entsprechende Informationen bei Auftragseingang.

Als Erstkunde erhalten Sie Ihre Wärmebilder sofort nach Zahlungseingang.

Wie kalt muss es draußen sein?

Zur Messung einer Gebäudehülle benötigen wir einen Temperaturunterschied innen/außen von 10-15°C. Mit einer typischen Innentemperatur von 18-20°C sind Messungen bis etwa 5-8°C möglich. Bei Außentemperaturen unter -10°C können Wärmebilder nur mit Vorbehalt aufgenommen werden, da die Eichung der Geräte nicht mehr garantiert ist.

Problematisch sind Regenfälle, Schnee und starke Sonneneinstrahlung am Abend. Hier behalten wir uns vor, die Messung zu verschieben.

Ich benötige nur einen Energieausweis. Benötige ich dazu auch Wärmebilder?

Nein. Für einen Energieausweis wird nur ein normales Bild (kein Wärmebild) bei Tageslicht benötigt.

Ich benötige nur eine Bafa Vor-Ort Energieberatung. Benötige ich dazu auch Wärmebilder?

Jein. Bei einer Vor-Ort Energieberatung nach den Richtlinien der Bafa sind Wärmebilder zwar förderfähig, aber optional.

Im Rahmen einer Vor-Ort Energieberatung wird allerdings der Ist-Zustand des Gebäudes genau bewertet. Hier erweisen sich Wärmebilder als sinnvolle Ergänzung. Außerdem können Schäden wie z.B. Dämmung oder eindringende Feuchtigkeit entdeckt werden, die sonst unentdeckt geblieben wären.

Muss ich anwesend sein?

Wenn wir frei an alle Außenflächen gelangen können, Ihr Hund fest angebunden ist und alle Mieter und Nachbar bescheid wissen, nein.

Es liegt allerdings in der Verantwortung des Auftraggebers, freien Zugang zu allen zu untersuchenden Gebäudeteilen zu beschaffen. Sollten deshalb unerwarteterweise Zugangsmöglichkeiten fehlen, so berechtigt dies nicht zur Minderung.

Die Erfahrung zeigt, dass gerade in der Zusammenarbeit zwischen Thermograf und Hausbesitzer die besten Ergebnisse erzielt werden. Denn Sie können die Aufnahmen gleich vor Ort betrachten und der Thermograf kann sofort darauf eingehen.

Arbeiten Sie auch Samstags und Sonntags?

Ja. Die Saison für Wärmebilder ist ja recht kurz. Allerdings beschränken wir uns an Sonn- und Feiertagen gerne auf das Notwendige und führen eine ausführliche Begehung Ihrer Immobilie lieber Werktags und bei Tageslicht durch.

Kann man mit einer Wärmebildkamera in meinen Raum sehen?

Glas ist für Wärmestrahlung weitgehend undurchlässig, dafür reflektiert es Wärmestrahlung recht gut. Insofern kann man im Wärmebild oft eine Person in den Fensterscheiben entdecken: Die des Thermografen der vor der Scheibe steht.

Durch Fensterglas kann man mit einer Wärmebildkamera nicht in dahinterliegende Räume sehen. Insofern müssen Sie vor nachtschlafender Thermografie keine Angst haben.

Auch gehen von einer Wärmebildkamera keinerlei Strahlen aus, es ist ein rein passives Messverfahren. Eine Gesundheitsgefährdung ist deshalb ausgeschlossen.

Einige Bereiche auf dem Dach und einige Fenster erscheinen kälter / wärmer. Woher kommt das?

Glasierte Materialien wie einige Dachziegel und Fenster reflektieren Wärmestrahlung gut. Hier zeigt das Wärmebild nicht die Oberflächentemperatur des Materials sondern eine Reflektion der Umgebung, ähnlich wie in einem Spiegel.

Tatsächlich sind überall im Wärmebild abhängig vom Oberflächenmaterial Reflektionen enthalten. Es benötigt einige Erfahrung, diese Stellen zu erkennen und die Messung durch gesonderte Temperaturmessungen zu korrigieren.

Der Thermograf verwendet hier eine umfangreiche Liste mit Reflektions- und Adsorptionsfaktoren für zahlreiche Baustoffe.